Etwas Inspiration. Anregungen aus alten Fallstudien.


Autor: Blalack J


Journal: Lantern 7 No.3, September 2010 Australien, 22-28, englisch


Im zweiten Teil des Artikels werden Fallbeispiele von Ye Tian-Shi, einem der bedeutendsten Vertreter der Theorie der morbi temparati ("'Wärme'-Erkrankungen", wen bing) vorgestellt, jede ist mit einem Kommentar von Qi Bo-Wei, einem anerkannten Kliniker des 20. Jh.s, versehen.
Fall 4: Husten und Kopfschmerz. Bei calor venti ("Wind-Hitze", fengre) im oberen Calorium ("oberer Wärmebeereich", shangjiao) werden primär leichte und kühle Arzneimittel verwendet. Weiterhin wird Herba Menthae (Bohe) empfohlen um calor ("Hitze", re) von ventus ("Wind", feng) zu trennen, sowie Talcum (Huashi) um humor ("Feuchtigkeit", shi) von calor ("Hitze", re) zu separieren, und der Hitze damit ihre Grundlage zu entziehen.
Fall 5: Husten und Kopfschmerz. Auch hier ist eine äussere Affektion durch calor venti ("Wind-Hitze", fengre) beschrieben, allerdings auf Basis einer depletio yin ("Erschöpfung des yin", yinxu). Deshalb werden Arzneimittel verordnet, die das Yin mehren ohne die Pathologie festzuhalten. Beispiele sind Glehnia radix (Beishashen) und Pyri exocarpium (Lipi).
Fall 6: Husten und wiederkehrendes Fieber bei einem 10-Jährigen. Hier war es bei konstitutioneller Erschöpfung des Yin und calor pulmonalis ("Hitze im FK Lunge", feire) zu immer wieder aufflackerndem Fieber gekommen, wodurch die Flüssigkeiten geschmälert wurden. Aus diesem Grund wurden Arzneimittel gewählt, die das yin pulmonale (Yin des FK Lunge, feiyin) stützen sollten wie Adenophorae radix (Beishashen), sowie Mittel, die calor depletionis ("Hitze durch Erschöpfung", xure) behandeln sollten, wie Artemisia annuae herba (Qinghao).
 

A touch of Ling. Inspiration from ancient case records.


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