Der klinische Einsatz des Foramens L1 ("Verborgene Weiße", yinbai)


Autor: Zhao Ying, Wang Jie, Agnes Fatrai (Übers.)


Journal: Chin. Medizin, U&V München, 2005;20:25-9, deutsch


Dieser Artikel befasst sich mit dem Akupunkturpunkt L1 (candor occultus, "Verborgene Weiße", yinbai) und seinen Einsatzmöglichkeiten in der klinischen Praxis. Als foramen puteale ("Brunnenpunkt") der cardinalis lienalis yin maioris pedis (Leitbahn "Großes Yin" des Fußes, Hauptleitbahn des Funktionskreises "Milz", zu taiyin pijing) eignet sich dieser Akupunkturpunkt besonders gut, um das Qi zu mehren und den o. lienalis (Funktionskreis "Milz", pi) zu stützen. Bedingt durch diese Qualifikationen lassen sich mit L1 vor allem gynäkologische Erkrankungen sowie Erkrankungen der oo. lienalis et stomachi (Fk "Milz" und "Magen", pi wei) behandeln. Dabei kann man an diesem Punkt – je nach Krankheitsbild – Moxibustion, einfache Akupunktur oder blutige Akupunktur anwenden. Die Autoren beschreiben anhand von drei Fallbeispielen die Einsatzmöglichkeiten von L1. Die erste Patientin leidet unter einer "massiven Gebärmutterblutung" (benglou), die zweite unter Fluor albus und der dritte Patient unter Diarrhoe. Es werden jeweils die Symptome, die der chinesischen Medizin zugrunde liegenden Symptomkonfigurationen (bianzheng) und die Behandlung geschildert; Kommentare erläutern den beschriebenen Fall, den Krankheitsmechanismus und den Therapieansatz näher. In allen drei Fällen konnte durch Moxibustion, Akupunktur bzw. blutige Akupunktur von L1 eine Genesung erreicht werden.


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